Standort
Stallikon
Aussenbegrünung mit Waldmoos
Kann eine grüne Wand das Entsorgungsverhalten einer ganzen Gemeinde positiv beeinflussen? Genau dieser spannenden Frage geht ein aktuelles Pilotprojekt in Stallikon nach. Im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), unterstützt durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU), entstand die Idee, eine herkömmliche Entsorgungsstelle durch gezielte Begrünung aufzuwerten. Das Ziel: Die Qualität biogener Abfälle zu verbessern und Fremdstoffe im Grüngut zu reduzieren.
Wir durften dieses wissenschaftlich begleitete Projekt mit unserer Expertise im Bereich der Aussenbegrünung unterstützen. Anstatt einer kahlen Betonmauer begrüsst nun sattes, natürliches Waldmoos die Anwohner an der Entsorgungsstelle. Diese Umsetzung zeigt eindrucksvoll, dass unsere Mooslösungen weit mehr als reine Dekoration sind. Sie dienen als psychologisches Element, um Wertschätzung für die Umwelt zu vermitteln und richtiges Handeln im Alltag zu fördern. Eine inspirierende Idee, die zeigt, wie Kommunen und öffentliche Einrichtungen durch naturnahe Gestaltung messbare ökologische Fortschritte erzielen können.
Wetterfeste Aussenwandbegrünung
Mooswand speziell konzipiert für extreme Bedingungen
Im Gegensatz zu Mooswänden für den Innenbereich wurde die Begrünung für Stallikon gezielt für die Herausforderungen im Freien konzipiert. Da die Aussenwandbegrünung extremen Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, basiert das System auf einem technisch anspruchsvolleren Aufbau. Als Basis dient eine wasserresistente Tricoya-Trägerplatte, die selbst bei hoher Feuchtigkeit pilzabweisend und extrem haltbar bleibt. Das verwendete Waldmoos wird mit 100 % natürlichen Inhaltsstoffen präpariert und ist vollständig sonnenresistent. So bleibt die intensive Farbkraft auch bei direkter UV-Einstrahlung über Jahre hinweg erhalten, ohne dass die Struktur des Mooses Schaden nimmt.
Robuste Montage und Schutz im öffentlichen Raum
Ein wesentlicher Unterschied zur Innenraumbegrünung liegt in der technischen Befestigung und dem Schutz der Oberfläche. Da die Begrünung in Stallikon an einem öffentlich zugänglichen Ort platziert wurde, standen Wetterfestigkeit und Widerstandsfähigkeit an erster Stelle. Die Panels wurden auf einer hinterlüfteten Holzkonstruktion montiert, um eine optimale Zirkulation zu gewährleisten und Staunässe zu verhindern. Ein besonderes Merkmal ist das flexible Wabengitter: Es sichert die Moosfläche zusätzlich vor äusseren Einflüssen wie Sturm, Hagel oder Vogelfrass, ohne die natürliche Ästhetik zu beeinträchtigen. Trotz des engen Zeitplans der Bachelorarbeit konnten wir die gesamte Installation pünktlich zum Projektstart fertigstellen.
Nachhaltiger Mehrwert ohne Pflegeaufwand
Das Besondere an dieser speziell konzipierten Aussenwandbegrünung ist ihre absolute Pflegefreiheit. Unser Moossystem benötigt weder Wasser noch Dünger oder einen Rückschnitt. Es dient als dauerhafter, grüner Blickfang, der das Pilotprojekt des BAFU visuell unterstützt.
Die Studentin von der FHNW betont den Nutzen: „Wir möchten die Entsorgungsstelle begrünen, um richtiges Entsorgungsverhalten zu fördern.“ Das Projekt beweist, dass eine fachmännisch geplante Aussenwandbegrünung ein effektives Werkzeug ist, um öffentliche Räume aufzuwerten und ökologische Ziele psychologisch zu unterstützen.